Transpersonale Psychologie

 

Transpersonale Psychologie

 

Die transpersonale Psychologie verbindet Psychologie mit Spiritualität, Religion (Religio=Rückverbindung) und Mystik. 

Sie setzt sich mit dem auseinander, was über die persönliche Lebensgeschichte hinausgeht und für jeden Menschen gleichermassen gilt. Die Seele möchte dahin zurückkehren, wo sie ursprünglich herkommt: in die Einheit, ins Reich Gottes. 

 

Wenn die persönlichen Themen durchschritten sind, mehr und mehr Schatten integriert und verstanden wurden, die Grenze zwischen Geist, Psyche und Körper  brüchig geworden ist, geht für zunehmend mehr Menschen der Weg weiter. Unser  Bewusstsein dehnt sich aus, immer mehr finden wir in uns selbst die göttliche Essenz in der Stille des Herzens. Immer mehr wird Trennung  als Illusion erkannt. Wir stossen in den Bereich  der ewig gültigen Wahrheit jenseits von Raum und Zeit. Frieden und Seligkeit, ein inneres Ja zu dem, was ist, wächst in der Einheit mit der Essenz, dem höheren Selbst, mit Gott, als Grundgefühl im Alltag. Manche nennen es Erleuchtung, andere suchen die Buddha-Natur, oder sie spüren ein wachsendes Christusbewusstsein in sich. Egal, wie man es nennen will, wenn man in diesen Zustand hineingefunden hat, sind Konzepte nicht mehr wichtig.

 

Wenn wir verstehen lernen, dass alle unsere Erlebnisse und Schwierigkeiten einen ganz tiefen Sinn für den spirituellen Entwicklungsweg unserer Seele haben, wenn wir das Vertrauen wieder finden, dass wir geführt werden (wie immer wir diese Führung auch bezeichnen wollen) und die Zeichen dieser Führung verstehen, kann sich unser Leben grundlegend ändern.

 

 

Psychologie allein heilt die Seele nicht.

 

Das erkannte schon vor vielen Jahren C.G. Jung:

 

„Unter allen meinen Patienten jenseits der Lebensmitte, das heisst jenseits 35, ist nicht ein einziger, dessen endgültiges Problem nicht das der religiösen Einstellung wäre. Ja, jeder krankt in letzter Linie daran, dass er das verloren hat, was lebendige Religionen ihren Gläubigen zu allen Zeiten gegeben haben, und keiner ist wirklich geheilt, der seine religiöse Einstellung nicht wieder erreicht, was mit Konfession oder Zugehörigkeit zu einer Kirche natürlich nichts zu tun hat.“

(Jung, GW, 11 Bd., Zürich, 1963. S. 362)